Zwei Halbzeiten, die unterschiedlicher nicht hätten sein können.

 


Nach zwei knappen Niederlagen in den letzten beiden Spielen, war die Mannschaft hochmotiviert am 4. Spieltag wieder einen Sieg einzufahren. Der heutige Gastgeber und Gegner hieß TSG Neustrelitz E2.

Die erst um 18:10 Uhr angepfiffene Partie, wurde von Beginn an mit großem Siegeswillen bestritten und diesmal belohnten sich die Kicker vom Tollensesee gleich in der 1. Minute. Eric lässt gleich 3 Verteidiger in einem Dribbling alt aussehen und schiebt den Ball gekonnt ins kurze Eck. Traumhafter Start! Zwei Minuten später erfolgte dann der erste Eckball für die Gegner. Der Ball fliegt hoch in den Strafraum, Torwart Tom kann den Ball nicht festhalten, aber plötzlich ertönt ein Pfiff des Schiedsrichters. Kinder und Trainer schauten fragend zum Schiedsrichter. Abstoß? Abseits? Freistoß? Nein es sollte zum Unverständnis aller Beteiligten einen 9 Meter für TSG geben. Der TSG Angreifer trat also zum fälligen Neun-Meter an, und.. Torwart hält! Großes Lob und Glückwunsch an Tom, der an diesem Tag zum ersten Mal zwischen den Pfosten stand und gleich einen Strafstoß hielt. 

Die restlichen 20 Minuten der Partie verliefen dann wie im Traum.Fridolin, der an diesem Tag einen Sahnetag erwischte, wusste zu beeindrucken, indem er den 5:0 Halbzeitstand durch 4 Tore besteuerte. Die Tore fielen entweder durch gekonnte Einzelaktionen, oder durch hervorragende Passkombinationen. Eine Halbzeit wie im Lehrbuch.

Die zweite Halbzeit begann wie die erste Hälfte, Neubrandenburg brandgefährlich vor dem Neustrelitzer Tor und Fridolin machte mit einem gekonnten Schuss das halbe Dutzend voll. Für Fridolin das fünfte(!) Tor an diesem Tag.

Doch dann sollte dieser lockere Freitagabendkick sich wiedereinmal zu einem Freitagabendkrimi entwickeln. Die Mannschaft verfiel in alte Muster, stand also zu weit vom Mann weg, Pässe wurden überhastet gespielt, Zweikämpfe ängstlich bestritten. Die TSG-Spieler witterten Morgenluft und netzten zu nächst zum 1:6 und 2:6 ein. Das Spiel wurde immer zerfahrener und es waren immerhin noch 15 Minuten zu Spielen. Der Mannschaft kann man ihre Kampfbereitschaft nicht absprechen, allerdings konnten nur noch wenige produktive Angriffe gestartet werden.

10 Minuten vor Schluss fiel dann das 3:6. Der eigene Anstoß nach dem 3:6 wurde direkt zum Gegner gespielt, Keanu kann den aneileneden Stürmer nur noch mit einem Foul stoppen. Der fällige Freistoß bringt das 4:6. Die Nervosität steigt. Der sichergeglaubte Sieg wackelte jetzt wie ein loser Milchzahn. Die FCN Kicker katabultierten mit aller Kraft jeden Ball aus dem Strafraum. An das Hacke-Spitze-Eins-Zwei-Drei aus Hälfte Eins war zu diesem Zeitpunkt nicht mehr zu denken. Die Abwehr um Tyler und Keanu bekam alle Hände vollzutun. 

Die letzten fünf Minuten sollten dann die Stimmung zum Kochen bringen. Wieder kommt ein Neustrelitzer zum Abschluss und versenkt den Ball zum 5:6. Fragene Blicke in den Gesichtern der Kinder.

                      Der Ball konnte in den letzten Minuten dann glücklicher Weise geschickt vom eigenen Tor ferngehalten werden, so dass um 19:07 Uht MESZ der erlösende Abpfiff erklang und alle Spieler erlösend aufschrien.

                 Als Fazit können wir fest halten, dass ein Spiel erst zu Ende ist, wenn der Schiedsichter abpfeift, denn ansonsten kann einem auch der größte Vorsprung noch aus den Händen gerissen werden. 

Den Kindern können wir also mit den Weg geben: "Merkt euch die erste Hälfte, aber lernt aus der Zweiten!"

Nächste Woche folgt der 5. Spieltag gegen den SV Chemie Neubrandenburg '78.

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